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Sehnsucht

Wonach sehne ich mich?

 

Tief drinnen macht sich sofort ein warmes, leichtes Gefühl bemerkbar. Und ich rieche es förmlich – das Meer. Die salzige Luft steigt in meine Nase, prickelt auf meiner Haut. Und die Sonnenstrahlen. Sie erhellen und wärmen mein Innen und mein Außen. Das fühlt sich gut an!

 

Alle Anspannung schmilzt dahin, ich lasse mich fallen in dieses Gefühl von Aufgehoben sein.

 

Kannst du die Wellen hören, wie sie rauschen? Sie rufen mir zu: „Komm, komm! Tauche ein und spüre, wie du dich vollkommen fallen lassen kannst. Wir tragen dich, wir umsorgen dich. Wir laden dich auf mit neuer Energie.“

 

Das Wort Sehnsucht besteht aus Sehnen und Sucht. Das Sehnen nach Etwas kann ich mir gut erlauben. Doch Sucht – hat das nicht einen negativen Beigeschmack? Und trotzdem.

 

Ja, ich habe Sehnsucht. Nach dem Meer, nach dem feinen Sand, der locker durch meine Finger rieselt. Nach den Sonnenstrahlen und den Meeresbrisen. Nach dem salzigen Geschmack auf meinen Lippen, der nur durch ein kurzes Nippen am Martiniglas verändert wird.

 

Ich sehne mich nach einer Auszeit am Meer, nach einer Möglichkeit, meine Seele baumeln zu lassen und den Alltag hinter mir zu lassen. Einen Liegestuhl, ein gutes Buch und genügend Notizblöcke, um meine Gedanken niederzuschreiben. Ich sehne mich nach dem Gefühl von Freiheit, von Unabhängigkeit, von einfach Sein.

 

Kann eine Sucht nicht einfach ein Bedürfnis befriedigen? Ich muss es ja nicht übertreiben und darf einfach meinem Sehnen nachgeben und genießen. Ein wohliges Gefühl, mich völlig diesen Vorstellungen hinzugeben.

 

Als wäre das Meer nur einen Schritt entfernt. 

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